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Mai 2017

Neues zur polymorphen Lichtdermatose (Sonnenallergie)

Die polymorphe Lichtdermatose, auch polymorphes Lichtexanthem (PMLE) genannt und im Volksmund als Sonnenallergie bezeichnet, stellt eine Hautreaktion bei Überempfindlichkeit auf die Sonnenbestrahlung dar. Sie wird hauptsächlich durch den UVA (Wellenlänge 320-400 nm) Anteil des Sonnenlichts, insbesondere die UVA1 Strahlung (Wellenlänge 340-400 nm) hervorgerufen. Sie tritt erstmals meinst in den ersten drei Lebensjahrzehnten auf, etwas später bei Männern als bei Frauen, aber generell selten vor der Pubertät oder nach der Menopause. Schätzungsweise 10-20% der hiesigen Bevölkerung leiden an dieser Überempfindlichkeitsreaktion, die bei dunkelhäutigen Menschen seltener vorzukommen scheint. Oft wird sie fehldiagnostiziert, wenn sie sich z.B. in Form eines sandpapierartigen Hautausschlages zeigt. PMLE kann sich auch nur auf eine Körperstelle beschränken, z.B. am Ohr überwiegend an der Ohrhelix oder im Ellenbogenbereich. In einer Studie wurde gezeigt, dass etwa die Hälfte der Patienten mit bekanntem Lupus bei Sonnenexposition eine PMLE anstatt eines Hautlupus entwickelt hatte, wobei diese Unterscheidung für die Patienten selbst schwierig sein kann. Die symptomatische Therapie mit einer Kortikosteroid-Crème und einem oralen Antihistaminikum reicht bei den meisten Betroffenen von PMLE zur Linderung aus, da die Rückbildung auch spontan, d.h. ohne Behandlung, innert ein bis drei Wochen zu erwarten ist. Vorbeugend wird neben dem konsequenten, umfassenden Sonnenschutz die mässig wirksame Phototherapie durch langsame Lichtgewöhnung (light-hardening) im Frühjahr eingesetzt. Aufgrund der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage zeigen auch folgende Wirkstoffe bei prophylaktischer Anwendung gutes Potenzial das Auftreten der PMLE zu verhindern. Allerdings fehlen bislang gute, umfangreiche, kontrollierte klinische Studien zur Bestätigung der therapeutischen Wirksamkeit. Afamelanotid Afamelanotid (Scenesse®) ahmt das physiologische Melanozyten-stimulierende Hormon (a-Melanotropin, a-MSH) nach und verstärkt so die Hautpigmentierung durch die Melaninbildung in den hierfür spezialisierten Hautzellen, den Melanozyten. Das Medikament ist zurzeit in der Schweiz und der EU nur zur Therapie einer sehr seltenen, genetisch bedingten und äusserst schweren Licht-Unverträglichkeit, der erythropoetischen Protoporphyrie, zugelassen. Karotinoide Eine neue Studie zeigte, dass Karotinoide die Indikatoren von Lichtschäden wie Hämoxygenase 1, interzelluläres Zelladhäsionsmolekül 1 (ICAM-1) und Matrix-Metallopeptidase 1 (MMP1) nach UVA1- und UVA/B Bestrahlung deutlich vermindern konnte. Zu den Karotinoiden zählen z.B. β-Caroten, Lycopin und Lutein. 

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